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Sicherheitsbewertung und Verwendung von Glyphosat-haltigen Herbiziden in Europa

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Beeinträchtigt Glyphosat die Wasserqualität?

Glyphosat  gelangt in der Regel nicht ins Grundwasser. Der Wirkstoff wird von den in der Landwirtschaft üblicherweise genutzten Bodentypen fest gebunden und kann dadurch nicht in tiefere Erdschichten bzw. ins Grundwasser sickern. Dasselbe gilt auch für AMPA, das Hauptabbauprodukt von Glyphosat.  Dies bestätigte sich auch bei einer großen Zahl von europäischen Umweltmonitoring-Programmen. Lediglich in wenigen Ausnahmefällen wurde Glyphosat auch im Grundwasser gefunden.  Hier lagen außergewöhnliche Umstände vor, z.B. sehr poröse Böden, in denen Wasser ungleichmäßige, hohe Fließgeschwindigkeiten erreicht oder wenn Grundwasser einen direkten Kontakt zum Oberflächenwasser hatte.

(© iStockphoto.com/ Trout55)

In Oberflächenwasser können Glyphosat und AMPA durch vom Feld abfließendes Regenwasser, über Abflussgräben am Rand landwirtschaftlicher Flächen und durch Windabdrift des Herbizidsprays gelangen. Dies ist auch gelegentlich der Fall, wenn die Landwirte die Herbizide nicht gemäß der Regeln der guten landwirtschaftlichen Praxis anwenden. Die gemessenen Glyphosatkonzentrationen in Oberflächenwasser überschreiten jedoch sehr selten umweltbedenkliche Werte.

Laut Angaben der Weltgesundheitsbehörde WHO liegen in der Umwelt gemessene Glyphosatkonzentrationen sogar um mehrere Zehnerpotenzen unter den festgelegten Grenzwerten. Geringe Glyphosatmengen können zudem leicht durch konventionelle, routinemäßigen Trinkwasserbehandlungsmethoden (dazu gehören die Sandfiltration und die Chlorierung) entfernt werden und stellen keine Gefährdung für die menschliche Gesundheit dar. Die WHO geht daher davon aus, dass Glyphosat oder AMPA die Trinkwasserqualität nicht beeinträchtigen und sieht daher auch keine Notwendigkeit, verbindliche Trinkwasser-Richtwerte für diese Substanzen einzuführen.

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Letzte Aktualisierung: 03 Juni 2013