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Sicherheitsbewertung und Verwendung von Glyphosat-haltigen Herbiziden in Europa

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Der Einsatz von Glyphosat unterstützt bodenerhaltende Maßnahmen und eine klimaschonende Bodenbewirtschaftung

Tiefes Pflügen zur Unkrautbekämpfung zerstört nicht nur die Bodenstruktur, sondern setzt auch Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre frei. Dies geschieht, wenn organisches Material im Boden dem Sauerstoff der Luft ausgesetzt wird und dadurch oxidiert. Die Böden in Europa enthalten rund 75 Milliarden Tonnen Kohlenstoff, das entspricht 7 Prozent des globalen Kohlenstoffhaushaltes. Jedes Jahr, so schätzen aktuelle Studien, verlieren die Böden Englands, Belgiens, Österreich und Frankreich bereits ungefähr 0,6 Prozent ihres gespeicherten, organischen Kohlenstoffs, der dann als klimarelevantes Kohlendioxid die Atmosphäre belastet. Wissenschaftler schätzen, dass sich diese Kohlenstoffdioxidemission aus Ackerböden verdoppeln könnte, wenn die Böden Europas ausschließlich mit konventioneller Bodenbearbeitung bestellt würden. Hinzu kommen Treibhausgasemissionen, die durch den Treibstoffverbrauch der Pflugmaschinen verursacht werden. Einige Wissenschaftler fordern aus diesem Grund sogar einen völligen Verzicht auf das Pflügen, um die Klimabilanz der europäischen Landwirtschaft zu verbessern. Glyphosat ist demnach auch ein wichtiges Hilfsmittel, um eine klimaschonende Bodenbewirtschaftung zu fördern.

Bei der konservierenden Bodenbearbeitung sollten mindestens 30 Prozent der Pflanzenreste auf dem Ackerboden verbleiben. Die Pflanzenschutzschicht hält die Feuchtigkeit im Boden und schützt Kleinstlebewesen. (© Uschi Dreiucker / pixelio.de).

Pflanzenreste, die beim pfluglosen Anbau nach der Ernte auf dem Acker verbleiben, bieten außerdem einen zusätzlichen Schutz vor Austrocknung und Erosion. Mindestens 30 Prozent der Pflanzenreste sollten bei der konservierenden Bodenbearbeitung als Schutzschicht auf der Bodenoberfläche verbleiben. Die Schutzschicht hält die Feuchtigkeit im Boden, bietet einen besseren Lebensraum für Tiere und bereichert so die Artenvielfalt. Auch Bodenorganismen wie Regenwürmer, Bodenmilben und Insekten profitieren davon und fördern das Nährstoffrecycling. In einem ungepflügten Boden leben zum Beispiel mehr Regenwürmer, die den Boden mit organischem Material düngen.

 

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Letzte Aktualisierung: 14. Dezember 2012