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Sicherheitsbewertung und Verwendung von Glyphosat-haltigen Herbiziden in Europa

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Politik triumphiert über Wissenschaft und Vernunft

Die Glyphosate Task Force (GTF) ist von der heutigen Entscheidung der Mitgliedsstaaten im Berufungsausschuss tief enttäuscht. Das Ergebnis der Abstimmung ignoriert vollständig die wissenschaftliche Datenlage und die Empfehlun-gen der zuständigen Zulassungsbehörden der Europäischen Union.

Die Mitgliedsstaaten haben mit einer qualifizierten Mehrheit im Berufungsausschuss für eine erneute Zulassung von Glyphosat in der EU gestimmt. Der Genehmigungszeitraum beträgt aber lediglich 5 Jahre. Diese diskriminierende Entscheidung entspricht nicht der wissenschaftlichen Bewertung des Wirkstoffes und ist im Wesentlichen das Resultat einer fehlgeleiteten öffentlichen Meinung und von politischer Einflussnahme.

Die umfassenden Risikobewertungen des deutschen Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR), der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) zeigen klar und deutlich, dass vom Wirkstoff Glyphosat keine unvertretbaren Risiken ausgehen. Das EU-Begutachtungsverfahren für den Wirkstoff Gly-phosat war umfangreich und gründlich. Das Dossier umfasst mehr als 90.000 Seiten mit allen verfügbaren Daten, wozu auch 353 neue wissenschaftliche Studien zählen. Die Schlussfolgerungen daraus basieren auf einem rein wissenschaftlichen bzw. evidenzba-sierten Bewertungsansatz. Der Wirkstoff Glyphosat hat damit alle Voraussetzungen für eine Erneuerung der Zulassung erfüllt oder sogar übertroffen.

Ein zuverlässiges und berechenbares EU-Zulassungsverfahren ist der einzige Weg, um für Pflanzenschutzmittelhersteller, Landwirte und die anderen Anwender von Glyphosat die notwendige Rechtssicherheit zu gewährleisten.

Die außerordentliche politische Einflussnahme auf den Zulassungsprozess ist beispiellos und wird mit höchster Wahrscheinlichkeit weitreichende Konsequenzen haben, sowohl für die Integrität der EU-Institutionen als auch für zukünftige Wirkstoff-Zulassungsverfahren in der EU.

Der Verlust an Rechtssicherheit und Kalkulierbarkeit bei Zulassungsverfahren gefährdet zukünftige Investitionen der Pflanzenschutzmittelhersteller innerhalb der Europäischen Union. Entscheidungen dazu müssen durch und durch wissenschaftlich begründet sein und dürfen nicht durch politischen Druck, Medien oder Aktivisten beeinflusst werden.

Diese Entscheidung diskreditiert innerhalb und außerhalb von Europa das Vertrauen in den ordnungsgemäßen Verlauf von Zulassungsverfahren und schwächt die Wettbewerbs-fähigkeit der europäischen Landwirtschaft.

Letzte Aktualisierung: 27 November 2017