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Australische Pflanzenschutzmittel-Behörde: Kein Krebsrisiko durch Glyphosat

From DO'Neil at the English language Wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1137434 Die kürzlich veröffentlichte Position der australischen Behörde für Pflanzenschutzmittel und Tierarzneimittel (APVMA) kommt zu dem Ergebnis, dass bei bestimmungsmäßiger und sachgerechter Verwendung von Glyphosat kein Krebsrisiko für Menschen besteht. Die Behörde hat dazu neueste Gutachten und Daten zu möglichen gesundheitlichen Effekten von Glyphosat ausgewertet. Im Rahmen der evidenzbasierten Bewertung überprüfte die Behörde auch die Klassifizierung von Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ durch das WHO-Institut IARC.

Die Behörde stellte in diesem Zusammenhang klar, „dass die IARC weder prüfe, wie ein formuliertes Pflanzenschutzmittelprodukt tatsächlich eingesetzt wird, noch wie die Exposition von Anwendern oder Konsumenten durch das Befolgen von Sicherheitshinweisen minimiert werden kann. Daher sei die IARC-Klassifizierung nicht mit den Sicherheitsbewertungen der zuständigen Behörden im Rahmen einer Pflanzenschutzmittelzulassung vergleichbar.“

Das Gutachten der australischen Behörde baut auf einer Reihe von Sicherheitsbewertungen internationaler Expertengremien und Zulassungsbehörden auf. Dazu zählen das WHO/FAO-Fachgremium "Joint Meeting of Pesticide Residues" (JMPR), die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die US-amerikanische Umweltschutzbehörde (US EPA), die kanadische Regulierungsbehörde für Pflanzenschutzmittel (PMRA) sowie die neuseeländische Umweltschutzbehörde (EPA). Diese Institutionen kamen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass es unwahrscheinlich ist, dass Krebs Glyphosat bei Menschen auslöst. Daher hat keine einzige Zulassungsbehörde weltweit aufgrund der IARC-Klassifizierung die Anwendung von Glyphosat verboten.

Die australische Behörde hat jetzt die Öffentlichkeit dazu eingeladen, die wissenschaftliche Begründung ihrer Position zu kommentieren. Die Kommentare werden ausgewertet, bevor die finale Positions der Behörde veröffentlicht wird.

Zusätzliche Informationen sind auf der APMV-Webseite erhältlich. Der vollständige Positionsbericht der Behörde ist unter diesem Link abrufbar.

Letzte Aktualisierung: 02 Dezember 2016