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Sicherheitsbewertung und Verwendung von Glyphosat-haltigen Herbiziden in Europa

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Neue Anwendungsbestimmungen für Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat

© iStock.com/AndreasWeber
Frankfurt, 23.05.2014 - Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat für den bewährten Pflanzenschutzmittelwirkstoff Glyphosat im Rahmen der Erneuerung der Zulassung durch die EU-Kommission eine Verlängerung der Zulassung empfohlen. Gleichwohl werden die positiven Ergebnisse der vorläufigen Sicherheitsbewertung und deren wissenschaftlich-fachliche Grundlage in der öffentlichen Diskussion bisher kaum berücksichtigt. Anträge im Bundesrat, Empfehlungen der Agrarministerkonferenz sowie weitere Länderinitiativen forderten Einschränkungen.
 
Nun hat das BVL eine Anwendung der Glyphosat-haltigen Pflanzenschutzmittel auf 2 Anwendungen pro Jahr mit einem Abstand von mindenstens 90 Tagen beschränkt. Gleichzeitig wurde die maximale Aufwandmenge auf 3,6 kg Glyphosat pro Hektar und Jahr begrenzt. 
 
Die Arbeitsgemeinschaft Glyphosat ist verwundert über diese Einschränkung. Kontinuierlich durchgeführte Risikobewertungen nationaler und internationaler Behörden bestätigen immer wieder die Sicherheit von Glyphosat. Im Rahmen der Erneuerung der Zulassung auf EU-Ebene hat Deutschland als berichterstattender Mitgliedsstaat bereits vorliegende Daten erneut und zudem umfangreiche neue Daten zur Gesundheits- und Umweltbewertung von Glyphosat geprüft. Der Anfang des Jahres vorgelegte Bericht bestätigt weitgehend frühere Risikobewertungen des Wirkstoffs, insbesondere in Bezug auf dessen geringe Toxizität für Mensch, Tier und Umwelt.
 
Die Arbeitsgemeinschaft Glyphosat setzt sich dafür ein, dass Entscheidungen auf der Grundlage von wissenschaftlichen Fakten getroffen werden. Eine Begrenzung des Glyphosat-Einsatzes ist nicht durch wissenschaftlich basierte Fakten begründet und schränkt die Landwirtschaft weiter ein. Der bewährte Wirkstoff leistet seit 40 Jahren einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Sicherung von Ernten und deren Qualität.

Letzte Aktualisierung: 28 Mai 2014