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Sicherheitsbewertung und Verwendung von Glyphosat-haltigen Herbiziden in Europa

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US-EPA-Screeningprogramm bestätigt die Schlussfolgerungen der europäischen Zulassungsbehörden

Die US-Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency, EPA) hat die Ergebnisse ihres EDSP-Programms (Endocrine Disruptor Screening Programm) veröffentlicht. Die Ergebnisse der Bewertung zeigen, dass Glyphosat keine endokrin-disruptiven Eigenschaften besitzt. 

Eine von der EPA vorgenommene Stufe-1-Bewertung verschiedener Chemikalien, darunter Glyphosat, sollte Substanzen ermitteln, die sich auf das endokrine System (Hormonsystem) auswirken können. © iStock.com/ kokouu Ausgehend von einer Analyse der Beweiskraft der Daten (Weight-of-Evidence) kamen die Gutachter zu dem Schluss, dass „Glyphosat keinen überzeugenden Beleg für eine potenzielle Interaktion mit Östrogen-, Androgen- oder Schilddrüsenpfaden in Säugern oder im Naturhaushalt aufweist.1

Das EDSP erstreckt sich auf eine zweite Phase – Stufe 2 – die auf eine umfangreiche Bewertung der biologischen Folgen einer tatsächlich erfolgten Exposition abzielt. Da in der ersten Phase keine stichhaltige Evidenz einer potenziellen Interaktion mit endokrinen Pfaden offensichtlich war, wurden Stufe-2-Tests für Glyphosat nicht empfohlen.

Die Ergebnisse der EPA stimmen überein mit dem vorläufigen Bewertungsbericht über die Neubewertung von Glyphosat (RAR), den Deutschland als Berichterstatter für die EU-Prüfung der Zulassung des Wirkstoffs Glyphosat kürzlich angefertigt hat. Dem Bericht zufolge wurden bei der großen Zahl der geprüften toxikologischen Studien keine von Glyphosat ausgehenden Wirkungen auf Organe, die Hormone bilden oder von Hormonen direkt abhängig sind, nachgewiesen.

1 EDSP Weight of Evidence Conclusions on the Tier 1 Screening Assays for the List 1 Chemicals.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Mehr zur Weight-of-Evidence-Prüfung von Glyphosat
Mehr zum Endocrine Disruptor Screening- Programm

Letzte Aktualisierung: 17 August 2015