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Sicherheitsbewertung und Verwendung von Glyphosat-haltigen Herbiziden in Europa

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Wie wirkt sich Glyphosat auf die menschliche Gesundheit aus?

Die unterschiedlichen Einsatzgebiete in der Landwirtschaft, auf Industriearealen und in heimischen Gärten haben dazu geführt, dass Glyphosat vermutlich der am besten untersuchte Herbizidwirkstoff überhaupt ist.  Seit der Einführung von Glyphosat vor etwa 40 Jahren wurden in Hunderten von Labor- und Feldversuchen mögliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und Umwelt getestet.

(© Woyzeck/ pixelio.de)

Im Jahre 2002 wurde Glyphosat in der EU für einen Zeitraum von 10 Jahren zugelassen. Über 200 toxikologischen Studien wurden in dem Zulassungsverfahren berücksichtigt, die mögliche Auswirkungen von Glyphosat auf die menschliche Gesundheit untersuchten. Das Ergebnis war, dass Glyphosat allen Anforderungen der europäischen Richtlinien für Pflanzenschutzmitteln entspricht und kein unzumutbares Risiko für die menschliche Gesundheit darstellt. Dieses wurde auch bei allen nachfolgenden Sicherheitsprüfungen internationaler Behörden bestätigt. Auch neue Forschungsergebnisse, die gemäß der aktuellen EU-Richtlinien für den Wiederzulassungsprozess von Glyphosat im Jahr 2012 eingereicht wurden, bestätigen dies.

Grundsätzlich basieren Sicherheitsbewertungen mit Bezug auf die menschliche Gesundheit auf Fütterungsexperimenten an Ratten, Mäusen, Kaninchen und Hunden. Weitere Untersuchungen  dienten der Überprüfung, ob gesundheitliche Auswirkungen beim Hautkontakt, bei oraler Aufnahme oder Einatmen von Glyphosat auftreten können. In Langzeitstudien und genotoxikologischen Untersuchungen wurde darüber hinaus getestet, ob Glyphosat die embryonale Entwicklung beeinflusst oder das Erbgut verändert. Reviews dieser Studien 4,7,8,9,10 zeigten folgendes:

•    Glyphosat besitzt eine sehr geringe akute Toxizität.

•    Glyphosat ist nicht krebserregendund besitzt keine mutagenen Eigenschaften, bzw. verändert die DNA von Tieren nicht.

•    Glyphosat wird nach der Aufnahme schnell vom Körper wieder ausgeschieden und nicht verstoffwechselt . Glyphosat wird im Allgemeinen kaum über die Haut in den Körper aufgenommen und reichert sich nicht in tierischen Geweben an.

•    Glyphosat beeinflusst weder die Entwicklung noch die Fortpflanzung von Versuchstieren. Das zeigten Mehrgenerationenstudien an Ratten und Kanninchen.  Nur bei sehr hohen Dosen wurden Jungtiere mit geringerem Körpergewicht geboren. Die bei diesen Versuchen verabreichte Glyphosatmenge entsprach aber dem Tausendfachem der von den Behörden festgelegten täglichen Höchstdosis für Menschen.

•    Glyphosat beeinträchtigt nicht das Hormonsystem der unterschiedlichen Versuchstierarten.

 

Quellenangaben

 

Weitere Informationen:

Letzte Aktualisierung: 10 Dezember 2012