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Sicherheitsbewertung und Verwendung von Glyphosat-haltigen Herbiziden in Europa

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Wie wirkt sich Glyphosat auf Nicht-Zielorganismen und -pflanzen aus

Bei der Anwendung von Herbiziden können auch sogenannte Nicht-Zielorganismen und -pflanzen, die nicht bekämpft werden sollen, mit dem Produkt in Kontakt kommen. Daher schreiben die Behörden wissenschaftliche Untersuchungen vor, um sicherzustellen, dass Herbizide kein unzumutbares Risiko für diese Nicht-Zielorganismen darstellen. Bei diesen Studien wird der Einfluss des Herbizides auf repräsentative Tierarten wie bestimmte Insekten, Regenwürmer, Vögel und Säugetiere bewertet.

(© Julien Christ/pixelio.de )

Die auf solchen wissenschaftlichen Studien basierenden Risikobewertungen internationaler Behörden haben bisher immer ergeben, dass der vorschriftsmäßige Gebrauch von Glyphosat-haltigen Herbiziden kein wesentliches Risiko für Nicht-Zielorganismen darstellt. Dafür spricht auch, dass Glyphosat im Boden vollständig durch Mikroorganismen zu Aminomethylphosphonsäure (AMPA) und Kohlendioxid abgebaut wird. Es wird dadurch relativ schnell aus landwirtschaftlichen Anbauflächen und komplexen Ökosystemen wie Wälder oder Feuchtgebieten entfernt. Außerdem bindet Glyphosat stark an Bodenpartikel. Diese Eigenschaft verhindert, dass Glyphosat bei Regen von den Feldern in Gewässer gespült wird und Nicht-Zielorganismen außerhalb des Anwendungsgebietes mit Glyphosat im nennenswerten Umfang in Kontakt kommen 4,5,7.

Praxisübliche und geprüfte typische Aufwandmengen von Glyphosat stellen daher auch für im Wasser lebende Tiere nur ein sehr geringes oder vernachlässigbares  Risiko dar. Bei vorschriftmäßiger Anwendung hat Glyphosat keine negativen Auswirkungen auf die Fisch- und Froschfauna. Da Glyphosat sich nicht in Fischen oder anderen Tierarten anreichert, ist außerdem nicht davon auszugehen, dass Langzeiteffekte für die ökologische Nahrungskette entstehen.

Bisherige Studien haben ergeben, dass die übliche Anwendungsmengen von Glyphosat  für Regenwürmer, Vögel, Säugetiere und Gliederfüßler keine signifikante Gefährdung darstellen. Die gilt auch für Bienen, selbst wenn diese mit hohen Glyphosatmengen gefüttert wurden. Auch das direkte Besprühen von Bienenstöcken mit einem Glyphosat-haltigen Herbizid hatte keine negativen Auswirkungen. Diese Ergebnisse werden durch eine kürzlich fertig gestellte Studie an einer Bienenbrut unterstützt, die im Zuge der Wiederzulassung von Glyphosat nach den EU-Prüfungsanforderungen durchgeführt wurde 2.

Aufgrund der geringen Toxizität und seiner relativ günstigen Umwelteigenschaften verglichen mit den meisten alternativen Pflanzenschutzprodukten wird Glyphosat als relativ sicheres Herbizid angesehen. Glyphosatprodukte werden sogar in Naturschutzgebieten wie den Galapagos Inseln und in den Everglades in Florida eingesetzt, um die einheimische Flora vor invasiven Unkrautarten zu schützen 1,6.

 

Quellenangaben

 

Weitere Informationen:

 

Letzte Aktualisierung: 10 Dezember 2012